Zum Projekt "Sternenkinder"
Das Projekt „Sternenkinder“ will der kollektiven Sprachlosigkeit nach Tot- oder Fehlgeburt entgegenwirken: In Nordrhein-Westfalen soll ein Leitfaden entwickelt werden, der die Begleitung von Familien nach einem Schwangerschaftsverlust verbessert und als Orientierungshilfe dienen soll. Der Leitfaden soll die Sprachlosigkeit durch die Abbildung eines strukturierten Versorgungspfads verhindern. Gefördert von der Sozialstiftung NRW mit rund 692.900 Euro ist es als partizipatives Projekt angelegt – das heißt, sowohl betroffene Familien als auch an der Versorgung beteiligte Berufsgruppen bzw. Selbsthilfestrukturen werden aktiv einbezogen und ihre Erfahrungen und Bedürfnisse fließen direkt in die Entwicklung ein. Es wird also mit den Betroffenen gesprochen und nicht über sie. Wenn Sie eine aktive Beteiligung am Projekt wünschen oder nur etwas mitteilen möchten, dann klicken Sie auf das Kontaktformular.
Unter der Leitung von Dr. med. Daniela Reitz, Chefärztin der Geburtshilfe und Perinatalmedizin am Elisabeth-Krankenhaus Essen (Contilia), entsteht so ein praxisnahes Konzept, das bestehende Angebote besser vernetzt, klare Strukturen schafft und betroffene Familien mit ihrem Umfeld in dieser schweren Lebenssituation umfassend unterstützt.
Das Projekt, das im August 2025 gestartet ist, läuft über 28 Monate. In dieser Zeit werden betroffene Familien und ihr Umfeld sowie Expert:innen aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen das Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie (IGKE) und das Institut für Hebammenwissenschaft (IfH) der Universität Köln.
Vorgehensweise