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Leitfadenentwicklung

Der Landtag NRW hat im September 2024 parteiübergreifend die Entwicklung eines Leitfadens zur Unterstützung von Familien nach einem Schwangerschaftsverlust (Fehl-/Totgeburt) empfohlen um die vielfältigen, bereits bestehenden Angebote zu bündeln und eine standardisierte Struktur zur Begleitung dieser Familien zu schaffen. Ziel ist es, diesen Leitfaden als Orientierungshilfe zu entwickeln, damit daraus ein Versorgungspfad entsteht, der den Bedürfnissen entgegenkommt. Die Sozialstiftung fördert dieses Projekt unter Leitung von Dr. med. Daniela Reitz, Chefärztin der Geburtshilfe und Perinatalmedizin im Elisabeth-Krankenhaus Essen. Die Projektleitung wird wissenschaftlich durch hiesige Einrichtungen der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln (Institut für Hebammenwissenschaften, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie) unterstützt. Die entsprechende Pressemitteilung der Sozialstiftung NRW finden Sie hier: https://sozialstiftung.nrw/presse/sternenkinder-leitfaden-soll-erstmals-standards-fuer-unterstuetzung-der-familien-bieten

Die Erstellung dieses Leitfadens soll im Rahmen eines partizipativen Forschungsansatzes gemeinsam mit betroffenen Familien und ihrem Umfeld erfolgen. Das bedeutet, dass man nicht über, sondern mit den Betroffenen entwickeln möchte. Daher ist es von großer Bedeutung, dass diese sich mit ihren Erfahrungen beteiligen und sich mit ihren Meinungen und Bedürfnissen einbringen. Nur so kann es gelingen, einen Leitfaden zu entwickeln, der eine zielführende und nachhaltige Versorgung schafft. 

Der Gesamtprozess umfasst eine Bestandsanalyse der Strukturen und Prozessen in NRW, eine systematische Literaturrecherchemit mit anschließender Bewertung sowie die Durchführungen eines World Cafés (Gesprächsformat mit etwa 80-120 Teilnehmenden, die an vielen Tischen jeweils unterschiedliche Themen diskutieren) und mehrerer Fokus-Gruppen (Gesprächsformat mit etwa 6-10 Teilnehmenden, die an einem Tisch mehrere Themen diskutieren).

Die Vielzahl der Ergebnisse wird Eingang in den Leitfaden finden. Die Resultate werden nach jedem Arbeitsschritt von den teilnehmenden Selbsthilfestrukturen und Fachexperten bewertet und eingeordnet. Diese Vorgehensweise ist wichtig für die spätere Akzeptanz und Umsetzbarkeit des Leitfadens bzw. des Versorgungspfades.